Carlolinum Osnabrück

Religionsunterricht

In einer am 19. Dezember 804 in Aachen ausgestellten Urkunde ist von Karl dem Großen hier in Osnabrück „für alle Zukunft eine griechische und lateinische Schule“ gegründet worden, „damit es nie an Klerikern fehle, die beider Sprachen kundig sind“.
Diese unmittelbare Verbindung mit dem Osnabrücker Bistum hat die ursprünglich vor allem auf die Ausbildung des Priesternachwuchses ausgerichtete Schule, die im Domzentrum beheimatet ist, nie aus den Augen verloren. Nach wie vor ist das christliche Menschenbild ein schon über 1200 Jahre hin gültiger, fundamentaler Maßstab von Ausbildung und Erziehung am heute staatlichen Gymnasium Carolinum.

Die Wertmaßstäbe einer christlichen Anthropologie aber sind ausgerichtet auf eine Kultur toleranter Auseinandersetzung mit einem fördernden, kreativ-entfaltenden, konstruktiv- kritischen, verantwortlichen Erziehungsauftrag.

Im abschließenden Leitsatz unseres aktuellen Schulleitbildes bekommen Werteorientierung und damit im Besonderen auch der Stellenwert des Religionsunterrichts an unserer Schule deutliche Konturen:

„Gelebte Ökumene ist selbstverständlicher Bestandteil des Schullebens.

Die traditionellen Wurzeln unserer Schule legen ein Miteinander nahe, das an den Grund-sätzen des Christentums und der europäischen Aufklärung, der Toleranz und gegenseitigen

Achtung sowie der engagierten und ethisch verantwortlichen Mitgestaltung einer friedlichen Welt orientiert ist. Ökumenisches Zusammenleben stellt sich im Schulleben in vielfältiger Weise praktisch dar, besonders durch die vielen in ihrer Form ökumenischen Schulgottesdienste. Wir gestalten die vom Staat gewährte Religionsfreiheit im Sinne einer gelebten Ökumene. Die Verankerung in einem christlichen Wertesystem befähigt zum inerreligiösen und interkulturellen Dialog.“

Vor diesem Hintergrund sind auch die folgenden außerunterrichtlichen Aktivitäten zu sehen:

  • das genannte vielfältige Gottesdienstangebot (Klassen- und Schulgottesdienste in der Schule, der Gymnasialkirche, dem Dom oder in anderen umliegenden Kirchen);
    für die Jahrgänge 5-9 bedarf die Nichtteilnahme einer Einverständniserklärung der Eltern;
    alle Schülerinnen und Schüler verfügen über ein eigenes, von der Schule gestaltetes „Liederbuch für den Gottesdienst“.
  • „Soziales Seminar“ - während der Jgst. 10 (durchgängig 2 Stunden pro Woche) ist die Teilnahme an dieser AG, einem Angebot des Bistums mit bischöflichem Abschlusszertifikat, für alle möglich.   
  • Orientierungtage für die Abiturientia in „Haus Ohrbeck“ (dreitägig)
  • Einladung zu kurzen Morgenandachten vor Beginn des Unterricht im Vorfeld christlicher Hochfeste (Fasten-, Adventszeit).