Carlolinum Osnabrück

Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Thomas Dittrich und Henry Wichter (beide Abi 2015) sind am 24.9.2015 in Hannover für ihre Arbeit: „Die Papenhütte. Zigeunerausgrenzung in Osnabrück. Die Praxis der Ausgrenzung von Sinti und Roma ‚von oben‘ und aus der Bevölkerung“ im Rahmen des Geschichtswettbewerbes des Bundespräsidenten als Landessieger ausgezeichnet worden.

Die Carolinger gehörten zu den 545 Jugendlichen, die sich mit insgesamt 200 Beiträgen an diesem Wettbewerb beteiligt hatten, der in diesem Jahr unter dem Motto „Anders sein. Außenseiter in der Geschichte“ stand. Bei der feierlichen Ehrung im Interimsplenarsaal des Nds. Landtages lobte die Jury ihre „ambitionierte Arbeit zu einem dunklen Ort der Geschichte Osnabrücks“. Die Carolinger, die von ihrem Tutor und ehemaligen Kursleiter sowie vom Schulleiter nach Hannover begleitet wurden, recherchierten im Staatsarchiv zu einem heute aus dem kollektiven Gedächtnis der Osnabrücker weithin verschwundenen Ort, an dem Sinti und Roma als ‚Zigeuner‘ räumlich und gesellschaftlich ausgegrenzt und als ,Asoziale" stigmatisiert wurden. Sie konnten dabei Kontinuitäten der Stigmatisierung und Exklusion dieser Minderheiten vor und nach der NS-Herrschaft auch aus der Mitte der Osnabrücker Gesellschaft nachweisen.

Weitere Informationen:

http://www.koerber-stiftung.de/bildung/geschichtswettbewerb/presse/pressemeldungen/presse-details-geschichtswettbewerb/artikel/auszeichnung-fuer-jugendliche-beim-geschichtswettbewerb-des-bundespraesidenten.html