Carlolinum Osnabrück

20.09.2018

Der Kaisergarten verändert sich!

K. Crystalla

Schrebergarten nach 5 Jahren gekündigt!

Bereits fünf Jahre ist es her, dass das Kaisergarten-Projekt einen verwahrlosten und heruntergekommenen Schrebergarten an der Terrasse übernommen hatte. Damals stand nur ein Pflaumenbaum auf dem Gelände, alle anderen Pflanzen waren vom Kleingartenverein Nord e.V. bodennah abgeschnitten und Laube, Schuppen und Gewächshaus plattgemacht worden. Und obwohl der Verein viele Mulden mit Schrott abtransportieren ließ, fand sich auf jedem Quadratmeter noch eine Handvoll Unrat, u.a. Tapetenreste, Metallteile, Glasscherben und lackierte Holzreste.
Inzwischen kann man längst wieder von einem Garten sprechen: Obstbäume und -Sträucher, ein Kräuterbeet, Weinreben, Beete mit Kartoffeln und Topinambur sowie Containerhochbeete mit Zwiebeln, Salaten und Möhren haben mehrfach für die Produktion von Marmeladen und eine gute Ernte zur Weiterverarbeitung in der Schul-Cafeteria gesorgt. Das hat auch ermöglicht, dass das Projekt finanziell unabhängig die jährlichen Kosten für Pacht und Saatgut selbst erwirtschaftet hat und ohne Zuschüsse ausgekommen ist. Nachhaltig also, in den Händen der von SchülerInnen geführten Schülerfirma. Doch so erfolgreich die Umwandlung in einen Kleingarten auch war, das Sauberhalten und Pflegen eines fertigen Gartens ist für eine Schüler-AG auf Dauer nicht interessant genug.
Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten stellt sich nun auch ein weiteres Problem: Beim Wechsel von G8 auf G9 am Gymnasium fehlt im nächsten Jahr ein Seminarfachkurs, der das Gartenprojekt tragen könnte. So geben wir den "fertigen" Garten in die Hände des Kleingartenvereins zur Neuverpachtung zurück, geben den Bauwagen ab, entsorgen die Containerhochbeete und ziehen uns für eine Zeit in die Gastfreundschaft des BUND-Gartens an der Terrasse mit unseren Werkzeugen und den Angeboten für Grundschüler und unsere Schüler der Klassen 5 und 6 zurück. Dort sind wir seit Jahren Kooperationspartner und haben bereits mit Unterstützung des Fördervereins des Carolinums die Voraussetzungen für einen holzbefeuerten Backofen geschaffen, der Treffpunkt für zukünftige Veranstaltungen werden soll.
Wir freuen uns aber schon auf ein Wiedersehen im zukünftigen Kaisergarten 4.0!

22.07.2017

Kartoffelfest im BUND-Naturgarten

A. Meyer

Am vergangenen Mittwoch fand im BUND-Naturgarten an der Terrasse das diesjährige Kartoffelfest statt.

Der BUND und das Carolinum, vertreten durch Herrn Crystalla und Frau Dr. Meyer mit dem Seminarfach sb7(12), organisierten gemeinsam einen bunten Nachmittag rund um die Knolle, an dem diesmal sogar 53 Kinder, vor allem aus den Klassen 5 des Carolinums, teilgenommen haben. Dabei konnten die Kinder sowohl im BUND-Garten als auch im Kaisergarten selber Kartoffeln ernten, Bilder mithilfe von Kartoffeldruck erstellen, Kartoffeln im Feuer garen, Kräuterquark als Beilage zu den Kartoffeln machen und ganz viel im Garten spielen.  Für die Kinder und die begleitenden Eltern gab es außerdem ein reichhaltiges Kuchenbüffet, Kaffee und selbst hergestellten Apfelsaft. Insgesamt war es ein sehr schöner Nachmittag, an dem sogar gegen Ende noch die Sonne durch die Wolken blinzelte.

17.10.2017

Kartoffelfest im BUND- und Kaisergarten

A. Meyer

Am letzten Mittwoch vor den Ferien, dem 28.09., fand in Zusammenarbeit der Bundesfreiwilligen des BUND und des Seminarfachs Kaisergarten wieder das Kartoffelfest im BUND-Garten statt.

Viele Kinder, vor allem des Jahrgangs 5, hatten viel Freude an der Ernte der Kartoffeln, versuchten sich im Kartoffeldruck, bereiteten Folienkartoffeln im Lagerfeuer zu und suchten im Garten Kräuter für den dazu eigens angerührten Kräuterquark. Die Schülerinnen und Schüler des Seminarfaches Kaisergarten waren dabei für die Betreuung der Kinder, die Bundesfreiwilligen für die Organisation des Kartoffelfestes im Einsatz. Die zum Teil ebenfalls anwesenden Eltern konnten sich, genauso wie die Kinder auch, mit selbstgebackenem Kuchen, Apfelsaft und Kaffee stärken. Insgesamt war das diesjährige Kartoffelfest also wieder ein voller Erfolg!

25.05.2016

Einladung zum Tag des offenen Gartentors im Kaisergarten

Anja Meyer, Sven Schwichtenberg, Kai Crystalla

Am Sonntag, dem 29.05. öffnet der Kaisergarten von 13 - 16 Uhr sein Gartentor an der Terrasse hinter dem Altstädter Bahnhof und ist zu besichtigen.

Parallel kann man im BUND Naturgarten der Imker-AG über die Schulter schauen, gemütlich ein Stück Kuchen genießen oder die Kinder spielen und basteln lassen. Näheres kann dem Flyer entnommen werden. Wir freuen uns auf Sie!

Konzept "Kaisergarten: Nachhaltiges urbanes Wirtschaften"

1.Projektidee und Ziele
Der Kaisergarten des Gymnasiums Carolinum ist ein Projekt, das von den Schülerinnen und Schülern des Seminarfaches Naturwissenschaften getragen wird. Auf einer Brachfläche innerhalb des Innenstadt wird in einem kooperativen Gemeinschaftsgarten gemeinsam Gemüse angepflanzt, gepflegt und geerntet.
Die gemeinsame Bewirtschaftung des Gartens erfordert Solidarität, Engagement, Initiative und Toleranz von den Schülerinnen und Schülern und liefert damit einen entscheidenden Beitrag zum Kompetenzerwerb. Des Weiteren findet eine Vernetzung des Gartens mit den Nachbarn und anderen Bildungseinrichtungen (Kindergarten u.a.) statt: Interkultureller Austausch, Gemeinsinn und bürgerschaftliches Engagement werden gefördert und ausgebaut. Darüber hinaus ist auch die Bewusstseinsbildung für eine gesunde Ernährung und damit die Gesundheitsförderung von Familien ein vorrangiges Ziel des Kaisergarten-Projektes. Nicht zuletzt sensibilisiert das Projekt für weitergehende umweltbiologische Themen und fördert damit das Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Natur. Mit der Gestaltung biologisch vielfältiger Bereiche könnte langfristig ein Beitrag zur ökologischen Stadtentwicklung geleistet werden. Durch die Reduzierung der Transportwege erfolgt ebenso die Unterstützung von Klimaschutzzielen.
2.Lage
Das Projekt ist ausgerichtet auf eine Freifläche am ehemaligen Niedersachsenbad an der Natruper Straße. In direkter Nachbarschaft befinden sich das Berufsschulzentrum am Westerberg und die Feuerwehr Osnabrück.
3.Organisation
Das Projektmanagement übernimmt eine Schülergruppe, bestehend aus Hanna Kremer, Isabel Enokian und Ruth Pope, unter der Betreuung der Lehrkräfte Kai Crystalla und Dr. Anja Meyer.
4.Konkrete Projektinhalte
Gemeinschaftlicher Gartenbau: Die Beete des Kaisergartens bestehen aus Kisten (z. B. aus dem Bäckerei- oder Fleischerbedarf) oder halbierten Wasser-Containers, die mit Kompost und Erde gefüllt werden. Einzelne Pflanzenarten (z. B. Tomaten) werden in Gewebesäcken angepflanzt. Die Kisten werden zusätzlich auf Euro-Paletten platziert, damit sich keine Staunässe bilden kann. Damit ist das Projekt unabhängig von der Bodenqualität des Grundstückes. Voraussetzung ist allerdings eine mögliche Zufahrt für LKW, die Erde liefern und eine gute Wasserversorgung des Grundstücks. Die Gartenarbeit schafft sowohl unter den Schülerinnen und Schülern, als auch in Kooperation mit den Nachbarn und anderen Institutionen eine Basis gemeinsamer Interessen, auf der sich Verbundenheit und Solidarität entwickeln können. Der hohe Anteil an handwerklichen Tätigkeiten bietet für die Schülerinnen und Schüler einen Gegenpol zum Theorie-orientierten Lernalltag. Des Weiteren können Fähigkeiten der Organisation erlernt und geübt werden. Jede(r) Schüler(in) übernimmt die Verantwortung für eine Gemüseart und betreut diese von der Aussaat bis zur Ernte.
Interkultureller Austausch: Der Garten wird in Kooperation mit den Nachbarn aufgebaut und dient darüber hinaus als Bildungs- und Lernort für die Projektteilnehmer und weitere Schülerinnen und Schüler. So könnten z. B. Grundschulklassen den Garten besuchen, um etwas über den nachhaltigen Gemüseanbau zu lernen. Damit kann der Garten ein interkultureller Begegnungsort sein, in dem das Naturverständnis anderer Kulturen neue Perspektiven eröffnet. Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen können ihre Erfahrungen einbringen und so dazu beitragen, den Horizont zu erweitern. Gerade in ärmeren Ländern ist der Bedarf einer Selbstversorgung deutlich höher als in unseren Breiten. Im Austausch können Differenzen und Gemeinsamkeiten aufgedeckt werden und in der Diskussion zu einem neuen Gemeinschaftsgefühl führen.
Gesunde Ernährung: Biologisch angebaute Nahrungsmittel erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und haben ernährungsphysiologisch einen hohen Wert. Der Vitamin- und Nährstoffgehalt von frischem Obst und Gemüse ist am größten. Frischer als selbst geerntet geht es nicht. Der Gemeinschaftsgarten ermöglicht es, biologische Lebensmittel zur gesunden Ernährung zu nutzen. Dies kann beispielsweise über die Belieferung der Cafeteria „Café Caro“ zur gesunden Ernährung aller Schülerinnen und Schüler im Rahmen des gesunden Mittagessens beitragen.
Umweltbildung und Stadtökologie: Bildung für nachhaltige Entwicklung wird immer wichtiger und spielt im Rahmen des Projekts eine große Rolle. Die Schülerinnen und Schüler haben auf den naturnah angelegten Beeten die Möglichkeit, Biodiversität in besonderer Weise zu erleben. Des Weiteren erlernen sie nachhaltiges Gärtnern und setzen sich mit natürlichen ökologischen Kreisläufen auseinander, zum Beispiel bei der Bestäubung durch Bienen und anderen Insekten auseinander. Ganz nebenbei entsteht so innerhalb des Stadtgebietes eine weitere ökologische wertvolle Grünfläche. Der Gartenbau innerhalb der Stadt dient auch der Vermeidung von Transportwegen für den Warenhandel und stellt somit einen direkten Beitrag zum Klimaschutz dar.

5.Benötigte Ressourcen
Insgesamt sind für das Projekt folgende Ressourcen zu beschaffen:
Grundstück, mit Wasserzugang und großer Einfahrt (LKW-Zufahrt)
z. B. Fläche des alten Niedersachsenbades
Euro-Paletten
Brötchenkisten, o. ä.
Gewebesäcke
Kompost
Erde
Pflanzgut
Schaufeln, Harken, kleinere Gartengeräte

6.Umsetzung
Zur Umsetzung des Projektes ist Folgendes nötig:
Planung und Anlegen der Infrastruktur
Gestaltung und Anlage der Gartenflächen
Säen, Pflanzen und Ernten von Gemüse und Kräutern
Informationsveranstaltungen und Workshops für Interessierte (z. B. Nachbarn und Grundschulklassen)
Veranstaltung von Festen, Pflanzen- und Saatguttauschbörsen
Durchführung von Umweltbildungsangeboten