Carlolinum Osnabrück

Cross-Age-Tutoring im MINT-Bereich - AG bildet Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 bis 12 aus, um Forschertage für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter zu ermöglichen.

Seit dem Jahr 2007 bieten wir Forschertage für Kinder an. Mit dem Carolinum kooperierende Grundschulen kommen mit dem 3. oder 4. Jahrgang in die Physikräume des Carolinums, um einen Vormittag lang spannende, kindgerechte Experimente durchzuführen. Schwerpunkte dabei sind, dass die Kinder möglichst viel selbst durchführen können und dass Themenfelder ausgesucht werden, die aufgrund fehlender Ausstattung in den Grundschulen nicht experimentell erarbeitet werden können. Die Forschertage in Kindergärten sind für unsere Schüler eine weitere Herausforderung, weil die Kinder noch nicht lesen können und oft noch über keine Vorerfahrungen verfügen. In diesem Fall kommen wir mit Schülern und Materialien in die Kindergärten, damit die "Kleinen" sich in ihrem gewohnten Umfeld bewegen können.

Ansprechpartner
Kai Crystalla, Michael Freking

01.07.2018

Forschertage in 2018

K. Crystalla

Seit nunmehr 10 Jahren findet am Carolinum ein besonderes Angebot im MINT-Bereich statt: Schülerinnen und Schüler aus Kindergarten oder Grundschule können am Carolinum erste Erfahrungen mit naturwissenschaftlichen Experimenten sammeln, wobei sie von Carolingern verschiedener Altersstufen betreut werden. So fand sich auch in diesem Jahr eine Schülergruppe aus den Jahrgängen 6 bis 12, die teils aus fachlichem Interesse an den Naturwissenschaften, teils wegen des Berufswunsches Lehrer oder Erzieher zu werden, viele Lernstationen aus verschiedenen Bereichen vorbereitet hatten. Die „Kunden“ waren auch in diesem Jahr die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 3 der Heilig Geist Schule aus dem Stadtteil Sonnenhügel.
Im Bereich Physik konnten die kleinen Forscher mit Stromkreisen und einer Carrera-Bahn experimentieren, einen Elektromagneten bedienen und die Eigenschaften optischer Abbildungen erkunden. Die Mathematik war mit einem Legespiel vertreten, das an Tetris erinnert und sowohl Symmetrieeigenschaften vermittelt als auch taktisches Geschick erfordert. In Vorbereitung auf chemische Experimente wurden Tintentropfen in Öl und in Wasser beobachtet und als technische Geräte wurden der Mikrowellenofen untersucht, ein Brennstoffzellenfahrzeug aufgetankt und gestartet und mithilfe einer Leuchtstoffröhre die Funktionsweise einer Plasmalampe erforscht. Besonders viel Spaß hatten die „Kleinen“ offensichtlich an der Programmierung von Thymios, kleinen Robotern, die mit einfachen Befehlen zum Leuchten, Fahren und Melodien Spielen gebracht werden können.
Unsere „großen“ Schülerinnen und Schüler nahmen durch die vielen Begegnungen „auf Augenhöhe“ wertvolle Erfahrungen mit, wie Kinder im Primarbereich sich unvoreingenommen naturwissenschaftlichen Fragestellungen nähern. Bei allen Beteiligten ist die Bereitschaft groß, einen solchen Forschertag im nächsten Schuljahr zu wiederholen.