Carlolinum Osnabrück
12.04.2018

Oper einmal anders: Schüler der 7L im VideoBlog-Projekt des Theater Osnabrück

Es erschien fast schon ungewohnt, als am vergangenen Freitag die Schülerinnen und Schüler der 7L wieder ihren regulären Musikunterricht in den Fachräumen der Schule aufnahmen, hatten sie doch seit Anfang des Schuljahres Notenheft und Musikbuch gegen Videokameras und Mikrofone getauscht, um bei einem vom Theater Osnabrück initiierten Vermittlungsprojekt die Kinderoper „Apollo und Hyazinth“ von Mozart vorzustellen.

In Zusammenarbeit mit dem Medienpädagogen Stefan Hestermeyer entstanden in den vergangenen Wochen acht etwa 2minütige Video-Clips - so genannte VideoBlogs oder kurz Vlogs -, in denen die Schüler den Proben- und Produktions-Prozess der Erstlingsoper Mozarts filmisch begleiteten.

Die Musikstunden wurden in diesem Falle nicht in den Räumlichkeiten der Schule abgehalten, sondern im Theater am Domhof, wo die Schüler die Möglichkeit hatten, im wahrsten Sinne des Wortes „hinter die Kulissen“ zu schauen, indem sie die an der Produktion beteiligten Mitarbeiter und Künstler - vom Dirigenten, über die Sänger bis hin zu der Kostüm- und Maskenbildnerin - eigenständig interviewten oder deren Arbeit dokumentierten.

„Es ist eine schöne Abwechslung zum normalen Unterricht. Besonders, dass wir einen Blick hinter die Kulissen werfen können, ist super“, sagt Julian. Tim fügt hinzu: „Dass wir selbst die Videos drehen dürfen, ist cool. Man kann sich dadurch gut in die Berufe der Mitarbeiter hineinversetzen."

„Ich fand es sehr gut, dass wir eine Abwechselung zum normalen Lehrplan hatten [...]“, erklärt Katharina. „Hier bei den Interviews sind einem ständig Fragen eingefallen, die man im Unterricht vielleicht gar nicht gestellt hätte“.

Das gesammelte Video-Material wurde Woche für Woche von Stefan Hestermeyer gesichtet und in Episoden mit thematischen Schwerpunkten zusammengestellt, die dann wiederum zur medialen Bewerbung der Produktion auf dem Theater eigenen youtube- und vimeo-Kanal oder aber der facebook-Seite verbreitet wurden. Denn das von der Egerland-Stiftung unterstützte vielbeachtete Projekt (siehe auch NOZ-Pressebericht) hatte im Besonderen Kinder und Jugendliche im Blick, versuchte man doch im heutigen multimedialen Zeitalter auf eine andere Art und Weise Theater bzw. Oper zum Thema der Jugendlichen zu machen.