Carlolinum Osnabrück
05.06.2019

Geschichtswettbewerb: Landessieg für Zoe Rehme

Die Abiturientin Zoe Rehme (Jg. 12) hat beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2018/19 »So geht’s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch« einen herausragenden Landessieg errungen - den einzigen für eine Schülerin oder einen Schüler aus Stadt und Land Osnabrück!

In ihrer Wettbewerbsarbeit „Das Jahr '68 an Osnabrücker Schulen – Konfliktraum oder Verschleierungsorte einer Umbruchs- und Aufbruchsstimmung“ untersucht Zoe die lokalen Auswirkungen eines globalgesellschaftlichen Aufbegehrens der jugendlich-studentischen 68er-Bewegung auf die Schulen in Osnabrück. Dabei interessierte sie, ob in Schulen der Konflikt offen ausgetragen oder eher verschleiert wurde. Die vielfältigen Aktions- und Protestformen von Osnabrücker Schülern recherchierte Zoe monatelang (und parallel zu den Abiturvorbereitungen) u.a. anhand zeitgenössischer Archivalien im Niedersächsischen Staatsarchiv und der Neuen Osnabrücker Zeitung. Ihr Fazit fällt differenziert aus: So müssen Schulen ambivalent sowohl als Konfliktraum als auch als Verschleierungsorte betrachtet werden. Auch wenn die Bewertung für einzelne Schulen unterschiedlich ausfällt, können die ›68er‹ dennoch als Umbruch in Bezug auf die Sichtbarkeit einer kritischen Jugendöffentlichkeit erachtet werden.

Die Verleihung des mit einer Geldprämie und einer Urkunde der renommierten Körber-Stiftung dotierten Landespreises findet Ende August in Hannover statt. Als Landessiegerin hat Zoe zudem die Chance, auf Bundesebene mit einem von 50 Bundespreisen ausgezeichnet zu werden. Bundesweit wurden 1.992 Beiträge von rund 5.600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern eingereicht.