Carlolinum Osnabrück
12.02.2020

Besuch aus Peru

Schülerinnen und Schüler der Spanischklassen im Jahrgang 8 nehmen Teil an DAAD-Projekt und lernen die peruanische Kultur dank Vanessa Barreda mit allen Sinnen kennen.

Was verbinden Osnabrücker Schülerinnen und Schüler mit Peru? Machu Picchu und Lamas. Das ist schon mal gar nicht so schlecht, findet auch Vanessa Barreda, die im Rahmen eines DAAD-Projekts am Carolinum zu Besuch ist. Doch die Aufgabe, die peruanische Flagge unter den vielen anderen lateinamerikanischen Flaggen zu finden, ist dann doch nicht so einfach. Denn Peru ist nur eines von insgesamt 19 hispanophonen Ländern in Lateinamerika. Auch dass es neben Lamas noch Alpacas, Guanacos und Vicuñas gibt, wussten viele aus der 8S1 und 8S2 noch nicht.  Spätestens bei der Kartoffel-Diskussion, fangen unsere Carolinger an zu staunen. Über 500 verschiedene Sorten gibt es in Peru – dem Heimatland der Kartoffel. Diese und weitere erstaunliche Fakten, wie zum Beispiel die Existenz von violettem Mais, vermittelt Vanessa Barreda in ihrem packenden Vortrag.

Die Peruanerin Vannessa Barreda ist internationale Studierende an der Universität Osnabrück und nimmt zusammen mit Frau Keller an dem Programm „Europa macht Schule“ des DAAD (Deutsche Akademische Austauschdienst e. V.) teil. Ziel des Programms ist es, den Gedanken des interkulturellen Austauschs lebendig werden zu lassen und für mehr Wissen übereinander zu sorgen. Durch den direkten Kontakt mit anderen Kulturkreisen lernen alle Beteiligten Unterschiede und Gemeinsamkeiten kennen, reflektieren ihre eigene Weltsicht und erweitern ihr theoretisches Wissen über andere Kulturen. Dieser interkulturelle Austausch leistet so einen aktiven Beitrag zur Völkerverständigung und baut ganz konkret Vorurteile ab.

Als Vanessa Barreda beispielsweise Fotos aus ihrer Heimatstadt Lima zeigt, lernen die Schülerinnen und Schüler des Carolinums wie groß lateinamerikanische Großstädte sein können. Sie erzählt eindrucksvoll von den Vor- und Nachteilen des Lebens in einer Metropole mit über acht Millionen Einwohnern und thematisiert die große gesellschaftliche Schere zwischen Armut und Reichtum. Mit vielen Bildern wird außerdem die große Artenvielfalt der Tierwelt in Peru veranschaulicht, die sich auf drei Landschaftszonen (die Pazifikküste, das Hochland der Anden und den Regenwald des Amazonasbeckens) verteilt.

Durch die Fotos und Erzählungen von Vanessa Barreda erleben die Schülerinnen und Schüler diese ihnen bisher fremde Kultur persönlich, unmittelbar und in diesem Fall sogar mit allen Sinnen. Grund dafür ist das im zweiten Teil des Projekts organisierte, große peruanische Essen. Nach der gemeinsamen Zubereitung des traditionellen peruanischen Gerichts „Causa rellena“ wird zusammen mit „Chicha morada“, einem violetten Maissaft, angestoßen. Als Nachtisch und Abschluss des Projekts gibt es exotische Früchte aus Peru und die Schülerinnen und Schüler probieren so –zunächst zögerlich, dann mit großer Begeisterung– neben Mango und Papaya auch Granadilla und Chirimoya.

Im Namen der 8S1 und 8S2 möchte ich mich ganz herzlich bei Vanessa Barreda und dem DAAD-Team für das tolle Projekt bedanken.