Carlolinum Osnabrück
06.02.2021

School’s out Make@thon

Die Pandemie hat uns fest im Griff, dennoch ist trotz Lockdown einiges möglich! Das haben In den Weihnachtsferien einige sehr motivierte Schülerinnen und Schüler bewiesen. Im Rahmen eines sogenannten Make@thons haben sie sich - ganz Corona-konform - mit der Entwicklung eines CO2 -Monitorings für Klassenräume beschäftigt. Ein solches System kann in den Klassenräumen zukünftig als indirektes Aerosol-Warnsystem genutzt werden. Es handelt sich am Ende also um eine sogenannte CO2-Ampel.

Was ist der Hintergrund für diese Engagement: In den letzten Monaten ist im Zusammenhang mit der Corona-Krise besonders in Schulen die Gefahr durch Aerosole in geschlossenen Räumen immer wieder zu einem Streitthema geworden. Viele Schulen behelfen sich damit, nach dem „20-5-20“-Prinzip alle zwanzig Minuten für 5 Minuten stoßzulüften, um kritische Aerosol-Konzentrationen in Klassenräumen zu vermeiden. Neben den daraus resultierenden hohen Heizkkosten und besonders im Winter kalten Raumtemperaturen, fehlt es vor allem an einer Überprüfung, ob die Aerosol-Konzentrationen durch das Stoßlüften überhaupt wirksam gesenkt werden.

Während des digitalen Workshops ging es nun darum, CO2-Messsysteme für Klassenräume zu erstellen. Jede Schule hat vorab ein Paket erhalten, in dem Bauteile für 5 Messsysteme enthalten waren. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler haben dann über die Weihnachtsferien versucht, einen möglichst funktionalen und innovativen Sensor zu entwickeln, der zuverlässig in Klassenräumen die CO2-Konzentration misst. Betreut wurden sie dabei - auch rein digital über Videokonferenzsystem - von der Arbeitsgruppe Chemiedidaktik der Universität Osnabrück.

Die von allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern entwickelten Messsysteme wurden am Ende in kleinen Videos einer Fachjury präsentiert und von dieser prämiert. Die Projektgruppe des Carolinums, bestehend aus Leon Hanser, Juliana Lemke, Finn Knüppe, Anna Bücker, Felix Xie, Tobias Schulz, Armin Saderi und Ole Klinghagen (alle Jg. 12), hat ein tolles Messsystem entwickelt, es jedoch nicht unter die Platzierungen geschafft. Wir freuen uns dennoch, das Messsystem bald in unseren Klassenräumen einsetzen zu können.

Ein herzlicher Dank geht dabei an die Schülerinnen und Schüler, die teilgenommen haben, an Herrn Crystalla, der mit Bauteilen aus dem 3D-Drucker ausgeholfen hat und an Frau Dr. Meyer, die die Auslieferung der Materialien während des Lockdowns organisiert hat.