Carlolinum Osnabrück
13.12.2021

Nilpferde, Haie und wir – Die LATINALE 2021

Der Spanischkurs auf erhöhtem Niveau nimmt am lateinamerikanischen Poesiefestival Latinale teil und verfasst Gedichte zum Thema „Monster“ mit Poeten und Poetinnen aus Kolumbien und Mexiko. Ein Nachklang und eine Anthologie:

Aber wenn Pablo Escobar Nilpferde nach Kolumbien importieren ließ, wieso sollen sie nun getötet werden? Er tat es um sein Geld und seine Macht zur Schau zu stellen und brachte Jahre später, nach seinem Tod, Kolumbiens Ökosystem aus dem Gleichgewicht.

Die Monster? Na, die Nilpferde! Sie vergiften das Wasser und verbreiten Schrecken, dabei kommen sie nichtmal aus Kolumbien, sondern aus Afrika. Sie sind Fremde, die die Herzen der Einheimischen gewonnen haben. Eindringlinge, die ungewollt im Paradies gelandet sind, dass sie mit ihrem Dasein ungewollt zerstören. Monster. Sie sind Monster, richtig?

Warum die Nilpferde und nicht der berüchtigtste kolumbianische „Narco“, Pablo Escobar? Oder ist eine bessere Frage nicht, warum die Tiere und nicht wir? Sind wir nicht diejenigen, die Meister darin sind, Dinge aus dem Gleichgewicht zu bringen?

Wir, der Spanisch Leistungskurs, beschäftigten uns mitsamt Xitlatitl Rodríguez Mendoza (mexikanische Dichterin) und David Martínez Houghton (kolumbianischer Dichter) mit Monstern. Kreaturen, die uns Angst einflößen. Unsere kollektive Erkenntnis? Wir sind Monster.

Hier finden Sie die Anthologie „Micromonstruos“ mit den gesammelten lyrischen Werken, die im Zuge des Workshops entstanden sind, zusammengesellt von Regina Keller.