Es ist wichtig, dass unsere Kinder und Jugendliche für die Gesellschaft, die in allen Lebens- und Arbeitsbereichen vom überaus rasanten Wandel geprägt ist, vorbereitet werden. Das Online-Portal Digital Pakt Schule in Niedersachsen des Landes Niedersachsen schreibt zur Digitalisierungsstrategie für niedersächsische Schulen folgendes:
„Medien nehmen einen immer größeren Raum in unserem Alltag ein: Wir recherchieren mit ihnen, wir kommunizieren, konsumieren und produzieren. Wie wir das richtig und verantwortungsvoll tun, muss erlernt werden. Das Land Niedersachsen nimmt diese Verantwortung wahr und legt einen Schwerpunkt auf die „Bildung in der digitalen Welt”.

(Stand Januar 2026)
Eine bewusste Entscheidung für Orientierung, Prävention und Medienkompetenz
Smartphones gehören heute selbstverständlich zur Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Sie prägen Kommunikation, Freizeit und Informationsbeschaffung – häufig bereits vor dem Übergang auf das Gymnasium. Als modernes Gymnasium sehen wir es als unsere Aufgabe, Schülerinnen und Schüler nicht vor dieser Realität abzuschirmen, sondern sie kompetent, verantwortungsvoll und reflektiert darauf vorzubereiten.
Vor diesem Hintergrund hat sich das Gymnasium Carolinum Osnabrück nach sorgfältiger pädagogischer und organisatorischer Abwägung bewusst gegen altersbezogene Smartphone-Startmodelle und für einen klar geregelten, präventiven Umgang mit digitalen Medien entschieden.
Warum wir nicht an Smartphone-Startprojekten teilnehmen
Initiativen, die einen einheitlich späteren Smartphone-Start empfehlen, verfolgen nachvollziehbare und gut gemeinte Ziele. Dennoch haben wir uns aus mehreren Gründen gegen eine Teilnahme entschieden:
Unser Ansatz setzt daher nicht auf ein formales „Später“, sondern auf klare Regeln im schulischen Raum und konsequente medienpädagogische Begleitung – unabhängig davon, ob und wann ein Kind privat ein Smartphone besitzt.
Realität anerkennen – Kinder stärken
Gerade im Übergang in die weiterführende Schule befinden sich Kinder in einer sensiblen Entwicklungsphase. In dieser Zeit möchten wir sie frühzeitig, konsequent und präventiv begleiten, statt medienbezogene Fragen erst dann zu thematisieren, wenn Probleme bereits verfestigt sind.
Medienkompetenz entsteht nicht durch vollständigen Ausschluss, sondern durch Begleitung, Reflexion und klare, verlässliche Regeln.
Klare Regeln im Schulalltag
Unabhängig vom privaten Besitz eines Smartphones gilt am Gymnasium Carolinum:
Diese einheitlichen Regelungen schaffen Orientierung, Verlässlichkeit und Gleichbehandlung – unabhängig von individuellen familiären Voraussetzungen.
Prävention statt reiner Verbote
Unser Ansatz ist kein reines Verbotskonzept, sondern Teil eines pädagogisch fundierten Gesamtkonzepts:
So rückt nicht die Besitzfrage, sondern der kompetente Umgang mit digitalen Medien in den Mittelpunkt. Schülerinnen und Schüler lernen schrittweise, Chancen und Risiken digitaler Medien realistisch einzuschätzen.
Schule und Eltern: klare Rollen, gemeinsame Verantwortung
Medienerziehung gelingt am besten, wenn Schule und Elternhaus ihre jeweiligen Rollen klar wahrnehmen:
Für eine transparente und verlässliche Kommunikation nutzt das Gymnasium Carolinum die offiziellen Informationskanäle iServ und WebUntis. Private Messenger-Gruppen sind für schulische Abläufe nicht erforderlich und können in der Praxis eher zu Missverständnissen oder Konflikten führen. Auf den ersten Elternabenden kann daher gerne gemeinsam beschlossen werden, auf solche Gruppen zu verzichten.
Unser Ziel
Wir möchten Kinder nicht „digital bremsen“, sondern sie stärken:
für einen verantwortungsvollen, selbstständigen und reflektierten Umgang mit digitalen Medien – heute und in Zukunft.
Unser Konzept ist dabei keine Übergangslösung, sondern eine bewusste pädagogische Entscheidung, die sich am Bildungsauftrag des Gymnasiums Carolinum orientiert und den Blick auf das richtet, was Kinder in dieser Entwicklungsphase besonders brauchen:
Orientierung, Verlässlichkeit und kompetente Begleitung.
Grundvoraussetzung für einen verlässlichen sowie konstrutiven Einsatz der Tablets im Schulalltag ist eine gute digitale Infrastruktur. Darüber hinaus müssen das Lehrpersonal entsprechend geschult und die Beschaffung sowie Aufbewahrung der Schülergeräte komfortabel bzw. sicher sein.
Im Unterricht wird je nach Fach das Gerät zu unterschiedlichen Zwecken genutzt, die hier nicht abschließend aufgezählt werden können. Beispielhaft seien hier: Taschenrechner, Wörterbuch, digitale Mappenführung, Tools zur Teamarbeit, Recherchemöglichkeit..usw. erwähnt.
Das Land Niedersachsen wird in dieser Legislatur Tablets einführen und dann auch entsprechende Vorgaben zum Einsatz in den jeweiligen Kerncurricula machen.
Nein. Genau wie Schulbücher, Lektüren etc. sind bestimmte Apps dann von den Eltern zu bezahlen.
Genutzt werden Jamf und die Classroom App. Über Jamf erstellt die Schule ein Nutzerprofil, in welchem festgelegt wird, welche Apps / Funktionen im Bereich des Schul-Wlans zu nutzen sind. Sobald das Schul-Wlan verlassen wird, können alle Apps verwendet werden, die man sich privat auf das Tablet geladen hat.
Broschüre „Mach dein Handy nicht zur Waffe“ über den Umgang mit digitalen Medien
