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Preisverleihung der Stiftung Carolinum 2025: Ausnahme-Talente im Fokus

Am Montag, dem 30. Juni 2025, fand die alljährliche Preisverleihung der Stiftung Carolinum in der 5. Stunde in der Pausenhalle statt. In festlichem Rahmen wurden die herausragenden Leistungen und das Engagement der Schülerinnen und Schüler gewürdigt. Für die musikalische Untermalung sorgte Johanna Rupp am Flügel.

Die Ehrung leitete zum letzten Mal Dr. Fritz Brickwedde, der nach 25 Jahren als Vorsitzender des Stiftungsrats sein Amt abgibt. In seiner Ansprache richtete er den Blick auf die Werte, die das Carolinum ausmachen. Dabei nahm Brickwedde einen Satz von Elon Musk in den Fokus, den der Multimilliardär kürzlich in einem Podcast geäußert hatte: „Die grundlegende Schwäche der westlichen Zivilisation ist Empathie.“ Brickwedde hielt dagegen: „Ich würde sagen, die grundlegende Stärke der westlichen Zivilisation ist Empathie.“ Er betonte, wie wichtig Mitgefühl, Offenheit und gegenseitiges Verständnis für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft sind. Er verwies auf die Prinzipien der Gleichberechtigung und Nichtdiskriminierung, sowie auf die vielfältigen Begabungen, die jeder Mensch mitbringt.

Der Stiftungsrat hatte sich entschieden, den Leistungspreis aufzuteilen. Melina Paula Logies und Leana Nieberg, zwei Abiturientinnen mit Traumnoten, die insbesondere auch beide absolute Sprachtalente waren, sollten geehrt werden.

Wie Tutorin Jantje Berning in ihrer Laudatio hervorhob, beeindruckte Melina durch ihre außergewöhnliche sprachliche Vielseitigkeit: Sie habe in Englisch und Französisch muttersprachliches Niveau erreicht, obwohl sie zuhause Deutsch und Russisch spreche. Zudem engagierte sie sich aktiv für Austauschschülerinnen und -schüler und für eine ukrainische Schülerin und übersetzte quer durch verschiedene Sprachen. Ihre Offenheit, ihr Einfühlungsvermögen und ihre Bereitschaft, sich für andere einzusetzen seien bewundernswert. Während eines sechsmonatigen Aufenthaltes in Frankreich über das Voltaire-Programm erwies sie sich als perfekte Botschafterin des Carolinum. Außerdem pflege Melina den Kontakt zu ihren Austauschpartnern – eine vorbildliche Haltung, die das Leitbild des Carolinum widerspiegele.

Auch Lea Nieberg konnte exzellente Leistungen vorweisen, wie in der Laudatio ihres Lateinlehrers Christian Haarmann deutlich wurde. Nachdem die Übersetzungen der antiken Texte von ihr fast spielerisch erledigt worden seien, habe sie sich mit viel Einfühlungsvermögen und Weitblick in die kritische Auseinandersetzung gestürzt. Über den Pflichtunterricht hinaus habe sie sich beim Tag der Musik, bei der Weihnachtswerkstatt, beim Fremdsprachenwettbewerb oder in der Imker-AG engagiert und großes Verantwortungsbewusstsein gezeigt. Haarmann ermutigte sie, ihre Flügel zu entfalten und ihre Talente weiter zu nutzen.

Der Projektpreis ging in diesem Jahr an Simon Dälken und Maximilian Spiegelberg aus der Jahrgangsstufe 12. Die beiden haben seit sechs Jahren an einer innovativen Bootssteuerung gearbeitet, inspiriert vom Miniaturwunderland in Hamburg. Trotz der Herausforderungen während der Coronapandemie setzten sie ihre Arbeit zuhause fort. Kai Crystalla, der Leiter der AG Jugend forscht, hob hervor, dass das Projekt nicht nur eine beeindruckende Außenwirkung, sondern vor allem eine enorme Innenwirkung entfaltet habe. Beide Preisträger seien gefragte Ansprechpartner bei anderen Mitgliedern der AG Jugend forscht.

Abschließend lässt sich festhalten, dass die Preisverleihung der Stiftung Carolinum 2025 ein besonderer Moment war, bei dem herausragenden Leistungen geehrt wurden. Die Anerkennung von Engagement, Talent und Einsatz ist ein wichtiger Beitrag zur Förderung einer positiven Lern- und Schulkultur.

Wir gratulieren allen Preisträgerinnen und Preisträgern herzlich und freuen uns auf viele weitere Erfolge in der Zukunft.