
Vom 18. bis 21. August 2026 war die Ruderriege des Carolinums auf großer Wanderfahrt unterwegs. Insgesamt 52 Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten sich auf den Weg von Cochem (dem letztjährigen Zielort) an der Mosel bis nach Bonn. Vier Tage lang standen sportliche Herausforderungen, beeindruckende Landschaften und vor allem das gemeinsame Erlebnis im Mittelpunkt.
Der Start erfolgte in Cochem. Von dort führte die erste Etappe moselabwärts nach Treis-Karden. Nach den ersten geruderten Kilometern durfte auch die Erholung nicht zu kurz kommen: Ein gemeinsamer Besuch des Moselbads Treis-Karden sorgte für Abkühlung, Entspannung und jede Menge gute Stimmung. Gerade nach der ersten Etappe bot der Schwimmbadbesuch eine willkommene Gelegenheit, gemeinsam die Seele baumeln zu lassen und neue Energie für die kommenden Tage zu tanken.
Am nächsten Tag ging es von Treis-Karden weiter in Richtung Koblenz. Schon von weitem beeindruckte das Panorama der Stadt mit ihren markanten Sehenswürdigkeiten. Vom Wasser aus konnten die Ruderinnen und Ruderer das Kaiser-Wilhelm-Denkmal am Deutschen Eck sowie die hoch über dem Rhein thronende Festung Ehrenbreitstein bestaunen. Die besondere Perspektive vom Ruderboot aus machte den Blick auf die historischen Bauwerke zu einem besonderen Erlebnis.
Ab Koblenz wechselte die Wanderfahrt auf den Rhein. Der außergewöhnlich trockene Sommer hatte deutliche Spuren hinterlassen: Der Rhein führte ungewöhnlich wenig Wasser. Für die Ruderinnen und Ruderer erwies sich der niedrige Wasserstand jedoch keineswegs als Nachteil. Im Gegenteil: Die Bedingungen waren zum Rudern geradezu perfekt. Bei ruhigem Wasser, angenehmen Temperaturen und wenig Wind konnten die Boote gut vorankommen und die Gruppe die Fahrt in vollen Zügen genießen.
Die Strecke führte weiter bis nach Bad Honnef, einer Stadt, die eng mit dem ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Konrad Adenauer, verbunden ist. Im Stadtteil Rhöndorf lebte Adenauer von 1937 bis zu seinem Tod im Jahr 1967. Das dortige Adenauerhaus erinnert heute an den ehemaligen Bundeskanzler und gehört zu den bekanntesten historischen Orten der Region.
Entlang des Rheins bot sich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein beeindruckendes Panorama: prächtige Villen, imposante Burgen und Schlösser sowie die abwechslungsreiche Landschaft des Mittelrheins machten die Fahrt zu einem besonderen Erlebnis. Immer wieder gab es Neues zu entdecken – und vieles davon ließ sich besonders eindrucksvoll direkt vom Wasser aus betrachten.
Auch durch Bonn führte die Reise, bevor die letzte Etappe schließlich kurz vor Köln endete. Damit endete die Wanderfahrt nach insgesamt vier Tagen und zahlreichen geruderten Kilometern vor den Toren der Domstadt.
Dabei standen die Vorzeichen zunächst nicht unbedingt günstig. Nach dem außergewöhnlich sonnigen Sommer war für die Tage der Wanderfahrt schlechtes Wetter angekündigt. Doch die Wetterprognose sollte sich zum Glück nicht bewahrheiten. Statt Regen erwartete die Gruppe eine perfekte Mischung aus Sonne und Wolken bei Temperaturen von über 20 Grad – ideale Bedingungen für eine Wanderfahrt auf Mosel und Rhein.
Besonders hervorzuheben war der großartige Teamgeist innerhalb der Gruppe. Bei 52 Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren gegenseitige Unterstützung, Rücksichtnahme und gemeinsames Anpacken gefragt. Genau das machte die Fahrt zu einem besonderen Gemeinschaftserlebnis. Die sportlichen Herausforderungen wurden gemeinsam gemeistert, und neben dem Rudern blieb ausreichend Zeit für Gespräche, gemeinsames Lachen, das Genießen der Landschaft und unsere herausragende Verpflegung.
Die Wanderfahrt verband damit sportliche Aktivität mit Natur, Geschichte und Kultur. Burgen und Schlösser, historische Städte und eindrucksvolle Villen begleiteten die Gruppe über weite Teile der Strecke. Der Besuch des Moselbads in Treis-Karden sorgte zusätzlich für eine willkommene Abwechslung. Der niedrige Rheinpegel zeigte dabei eindrucksvoll, wie ungewöhnlich trocken der Sommer gewesen war – gleichzeitig bot der Rhein der Ruderriege hervorragende Bedingungen für ihre Wanderfahrt.
Ein besonderer Dank gilt den Familien Pipa, Degenhardt und Feldkamp für ihre Unterstützung bei der Wanderfahrt. Die Wanderfahrt 2026 hat einmal mehr gezeigt, was die Ruderriege ausmacht: Sport, Zusammenhalt und ein starkes Gemeinschaftsgefühl – auf dem Wasser und darüber hinaus.