
Vom 24. Oktober 2026 bis zum 14. November 2026 besuchen fünf Schülerinnen und Schüler des Carolinums unsere Partnerschule in Tulancingo. Hier berichten sie in Form von Blogeinträgen von ihren Eindrücken und Erlebnissen in Mexiko.
von Luna Sprekelmeyer
Anreise nach Mexiko
Endlich war es so weit: Unser langersehnter Austausch nach Mexiko begann! Am Flughafen in Amsterdam verabschiedeten wir uns von unseren Eltern, gaben unsere Koffer auf und machten uns auf den Weg durch die Sicherheitskontrolle. Die Aufregung war bei allen deutlich zu spüren, denn vor uns lagen elf Stunden Flug und jede Menge neue Eindrücke. Im Flugzeug vertrieben wir uns die Zeit mit Gesprächen, Filmen und natürlich dem Essen. Trotz der langen Reise verging die Zeit schneller als gedacht. Nach mehreren Mahlzeiten und ungefähr elf Stunden Flug landeten wir endlich in Mexiko-Stadt. Nachdem wir ausgestiegen waren und die Passkontrolle hinter uns gebracht hatten, machten wir uns auf die Suche nach unserem Gepäck. Jetzt wurde es richtig aufregend: Gleich würden wir zum ersten Mal unsere mexikanischen Gastfamilien treffen!
Ein herzlicher Empfang
Schon während des Fluges hatten wir über das WLAN Kontakt zu unseren Gastgeschwistern. Sie schrieben uns, dass sie bereits sehnsüchtig auf uns warteten. Als wir schließlich durch die Ausgangstür kamen, wurden wir mit großer Freude empfangen. Überall standen unsere Gastfamilien mit riesigen Plakaten, auf denen unsere Namen zu lesen waren. Einige waren sogar so gerührt, dass Freudentränen flossen. Ein wirklich besonderer Moment! Nach der herzlichen Begrüßung machten sich einige von uns zunächst auf den Weg, um typisch mexikanisch essen zu gehen. Anschließend fuhren wir mit unseren Gastfamilien nach Hause. Dort warteten bereits liebevoll vorbereitete Zimmer und sogar kleine Süßigkeiten auf uns. Wir waren zwar alle ziemlich erschöpft von der langen Reise, fühlten uns aber direkt willkommen. So begann unser Austausch mit einem rundum schönen ersten Eindruck. Auch unsere Gasteltern kümmerten sich sofort um uns. Sie fragten, ob wir alles hätten, was wir brauchen, und boten uns sogar an, unsere Wäsche zu waschen. Schon nach kurzer Zeit merkten wir, wie herzlich und offen wir aufgenommen wurden.
Auf Entdeckungstour: Die Pyramiden von Teotihuacán
Am nächsten Morgen stand direkt ein besonderes Highlight auf dem Programm: der Besuch der berühmten Pyramiden von Teotihuacán. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zu der beeindruckenden historischen Stätte in der Nähe von Mexiko-Stadt. Während einige von uns Obst aßen, starteten andere mit typisch mexikanischen Tacos in den Tag. Am Eingang der Pyramiden angekommen, trafen wir uns alle gemeinsam und konnten es kaum erwarten, das Gelände zu erkunden. Die riesigen Bauwerke waren wirklich beeindruckend! Besonders spannend war, dass die Pyramiden bereits viele Jahrhunderte alt sind und lange Zeit von Pflanzen überwuchert waren, sodass sie teilweise wie gewöhnliche Hügel aussahen. Da wir uns im Spanischunterricht bereits mit der Geschichte und Kultur der Azteken beschäftigt hatten, war es besonders interessant, nun selbst an einem solchen historischen Ort zu stehen. Wir konnten vieles aus dem Unterricht mit eigenen Augen entdecken und bekamen einen ganz anderen Eindruck von der damaligen Zeit. Nach einem aufregenden Vormittag machten wir uns wieder auf den Rückweg. Unterwegs legten wir noch einen Stopp ein, um gemeinsam etwas typisch Mexikanisches zu Mittag zu essen.
Ein gemeinsamer Abend beim Willkommensessen
Am Montagabend stand ein weiteres Highlight auf dem Programm: das gemeinsame Willkommensessen mit unseren Gastfamilien. Dafür trafen wir uns alle in einem mexikanischen Taco-Restaurant. Besonders schön war, dass wirklich alle zusammenkamen und wir uns noch besser kennenlernen konnten. Tacos gehören für viele unserer mexikanischen Gastgeschwister zu den absoluten Lieblingsgerichten. Deshalb durfte dieses typisch mexikanische Essen natürlich nicht fehlen! Wir probierten gemeinsam verschiedene Sorten und konnten zwischen unterschiedlichen Füllungen wählen – ob mit Schweine- oder Rindfleisch, mild oder scharf, mit oder ohne Soße: Für jeden Geschmack war etwas dabei. Obwohl wir von den ersten aufregenden Tagen und der Zeitverschiebung noch ziemlich müde waren, ließen wir uns das Essen schmecken. Dabei stellten wir schnell fest, dass das, was für uns Deutsche schon ziemlich scharf war, für unsere mexikanischen Gastgeschwister offenbar ganz normal war. Es war ein schöner gemeinsamer Abend, an dem wir viel lachten, neue Kontakte knüpften und die mexikanische Gastfreundschaft noch einmal richtig erleben durften.